InfoFlyer FDP OVP 07/2026
FDP OVP
Gesundheit braucht starke Apotheken – besonders auf dem Land
Die wohnortnahe Gesundheitsversorgung ist keine Selbstverständlichkeit. Gerade in Vorpommern sind Apotheken weit mehr als Ausgabestellen für Medikamente. Sie beraten, helfen im Notfall und sind oftmals die erste Anlaufstelle für gesundheitliche Fragen.
Im Gespräch mit Florian Köster wurde deutlich, dass das Apothekenstärkungsgesetz seinem Namen derzeit nicht gerecht wird. Statt die Apotheken zu stärken, geraten viele Betriebe wirtschaftlich immer stärker unter Druck. Besonders im ländlichen Raum drohen weitere Schließungen – mit direkten Folgen für die Versorgung der Menschen.
Die Ursachen sind vielfältig:
- überbordende Bürokratie,
- steigende wirtschaftliche Belastungen,
- hohe Digitalisierungskosten,
- komplizierte Rabattverträge,
- erhebliche Vorfinanzierungen von Medikamenten sowie
- eine Logistik, die in Vorpommern von wenigen Marktteilnehmern dominiert wird.
Hinzu kommt ein enormes unternehmerisches Risiko: Apothekerinnen und Apotheker tragen als selbstständige Kaufleute die volle Verantwortung und haften mit ihrem Privatvermögen. Gleichzeitig greift der Staat immer stärker in betriebliche Abläufe ein, ohne die wirtschaftlichen Folgen ausreichend zu berücksichtigen.
Besonders deutlich wurde auch, dass Apotheken einen wesentlichen Beitrag zum Verbraucherschutz leisten. Während Online-Händler und Gesundheitsläden in erster Linie wirtschaftliche Interessen verfolgen, stehen in der Apotheke qualifizierte Beratung, Arzneimittelsicherheit und die Gesundheit der Patienten im Mittelpunkt. Apothekerinnen und Apotheker prüfen, ob Medikamente sinnvoll, geeignet und miteinander verträglich sind, warnen vor Wechselwirkungen und verhindern Fehl- oder Doppelmedikationen. Sie tragen dazu bei, dass keine wirkungslosen oder unzweckmäßigen Arzneimittel abgegeben werden und Patienten die Therapie erhalten, die ihnen tatsächlich hilft. Damit schützen Apotheken Verbraucher nicht nur vor gesundheitlichen Risiken, sondern auch vor unnötigen Ausgaben für Präparate ohne nachgewiesenen Nutzen.
Unsere Antwort: Mehr Freiheit statt mehr Bürokratie
Viele der angesprochenen Herausforderungen bestätigen die Positionen unseres Grundsatzprogramms.
Wir Freie Demokraten setzen uns für eine Gesundheitsversorgung ein, die den Menschen dient und den Betrieben wieder Luft zum Atmen gibt.
Dazu gehören:
- eine konsequente Entbürokratisierung der Apotheken,
- eine Stärkung der wohnortnahen Versorgung im ländlichen Raum,
- mehr unternehmerische Freiheit für inhabergeführte Betriebe,
- eine moderne Digitalisierung, die Prozesse vereinfacht statt neue Belastungen schafft,
- die Sicherung von Fachkräften sowie
- eine starke Gesundheitswirtschaft als Zukunftsbranche in Vorpommern.
Darüber hinaus sehen wir weiteren politischen Handlungsbedarf. Rabattverträge müssen verständlicher und praxisgerechter ausgestaltet werden. Die Organisation der gesetzlichen Krankenversicherung muss effizienter werden. Gleichzeitig braucht es mehr Wettbewerb in der Arzneimittellogistik und eine bessere Einbindung der Apotheken in die Krisenvorsorge.
Unser Ziel bleibt eindeutig: Wer den ländlichen Raum stärken will, muss auch seine Apotheken stärken.
Wirtschaft stärken heißt Zukunft sichern
Der Austausch mit der regionalen Wirtschaft bleibt für uns fester Bestandteil unserer politischen Arbeit. Deshalb wird der monatliche Dialog mit Unternehmerinnen und Unternehmern fortgesetzt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse fließen unmittelbar in unsere politische Arbeit und die Weiterentwicklung unseres Grundsatzprogramms ein.
Denn erfolgreiche Wirtschaftspolitik entsteht nicht am Schreibtisch, sondern im direkten Gespräch mit den Menschen, die Verantwortung übernehmen, Arbeitsplätze schaffen und unsere Region täglich voranbringen.
Wahlkampf mit Rückenwind
Auch organisatorisch laufen die Vorbereitungen auf die Landtagswahl auf Hochtouren.
Die Kampagne ist erfolgreich gestartet. Podiumsdiskussionen und Pressetermine sind vorbereitet, die Sommertour läuft, Plakatstandorte wurden abgestimmt und die Verteilung der Werbemittel organisiert. Gleichzeitig bereiten wir gemeinsam mit dem Unternehmerverband eine Veranstaltung am 10. September vor, um wirtschaftspolitische Themen weiter in den Mittelpunkt zu rücken.
Unser Anspruch ist klar: Wir wollen nicht nur Wahlkampf machen – wir wollen zeigen, dass liberale Politik konkrete Lösungen für Mecklenburg-Vorpommern bietet.
Bürgernähe zahlt sich aus
Besonders erfreulich ist die Entwicklung unserer Öffentlichkeitsarbeit. Im vergangenen Monat konnten unsere Social-Media-Kanäle um mehr als 200 Prozent wachsen. Mit 22 veröffentlichten Beiträgen wurde zugleich ein neuer Rekord erreicht. Auch künftig werden wir unser Grundsatzprogramm und unsere politischen Schwerpunkte verständlich und bürgernah vermitteln.
Gemeinsam für ein starkes Vorpommern
Die Kreisvorstandssitzung hat erneut gezeigt: Wir arbeiten nicht an kurzfristigen Schlagzeilen, sondern an langfristigen Lösungen.
Ob Gesundheitsversorgung, Mittelstand, Digitalisierung oder wirtschaftliche Entwicklung – wir hören zu, wir entwickeln Konzepte und wir bringen liberale Ideen in die politische Debatte ein.
Unser Ziel ist klar: Ein starkes Vorpommern braucht starke Unternehmen, starke Kommunen und einen Staat, der Freiräume schafft statt sie einzuschränken. Dafür setzen wir uns jeden Tag mit voller Überzeugung ein.